Täuferspuren sichtbar zu machen, ist gar nicht so einfach. Denn die täuferische Geschichte ist oft im Verborgenen geblieben: Täuferinnen und Täufer trafen sich heimlich oder wanderten heimlich aus, weil Duldung nicht möglich war. Auch ist es nicht immer möglich, die in den zeitgenössischen Quellen genannten Orte zu identifizieren und zu lokalisieren.
Dennoch: Die „Täuferspuren“ machen täuferische Geschichte sichtbar. Sie geben Einblicke in den Alltag, die Theologie und die Entwicklung der verschiedensten täuferischen Gemeinden, unter ihnen die Mennoniten, die Hutterer und die Amischen. Dabei eröffnet sich eine große Bandbreite täuferischen Lebens in Europa: von der Verfolgungsgeschichte im 16. Jahrhundert über die Epoche der Duldung reichsrechtlich nicht anerkannter Untertanen, etwa im Kraichgau und in der Pfalz, bis hin zum Aufbau von Gemeinden, die teilweise bis heute bestehen, beispielsweise Hamburg oder Zweibrücken.
Lassen Sie sich einladen, die Spuren der Täufer zu erkunden!