Hofnachfahren Guth und Schmahl bei der Tafelenthüllung am 3.10.2019

Zweibrücken, Freudenbergerhof

Adelssitz und Zweibrückischer Hof – Täuferisches Pachtgut – Mennonitischer Obstbaubetrieb

Erbaut wurde der Freudenbergerhof um die Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Freiherrn Phillip Friedrich von Schorrenburg. 1757 verlieh seine Witwe das 406 ¼ Morgen umfassende Gut an die Täufer Rudolf Schmitt und Ulrich Koller für zwölf Jahre. Trotz mehrmaligem Besitzerwechsel, der stets mit einer Pachterhöhung verbunden war, konnten die Mennoniten, darunter später Wittmer und Schrag, auf dem Hof bleiben. Ihnen folgte 1787 als Pächter und späterer Eigentümer Johann Jakob König aus Schwetzingen. Von dessen Erben übernahmen die amischen Mennoniten Michael Güngerich und Barbara, geb. Hauter, um 1806/7 die Pacht. 1875 erwarben ihre Enkel, die Brüder Christian und Johannes Guth, den Hof. Sie erweiterten das Hofhaus und teilten Wohnraum und Land. 

Dieses wird heute von den noch immer teilweise mennonitischen Nachfahren in siebter Generation bewirtschaftet: seit 1983 als „Erdbeerparadies“ und Obstbaubetrieb unter Manfred Guth und Sohn Christian sowie im Ackerbau von Otto Schmahl und Sohn Bernd.

Ahnengalerie Freudenbergerhof (Excel)
Stammbaum Freudenbergerhof (Word)