Wilensteiner Friedhof

Eine mennonitisch-amische Erinnerungsstätte 

Der Wilensteiner Friedhof ist eng mit der Geschichte der Burg Wilenstein und den ihr zugehörigen Höfen verbunden. Nach dem 30-jährigen Krieg waren erfahrene und tüchtige Landwirte nötig, um das verödete Land wieder aufzubauen. Dem pfälzischen Kurfürsten waren dabei auch glaubensvertriebene Mennoniten willkommen. Als solche kamen 1688 die Schweizer Michael Müller und Christian Zug auf den Wilensteiner Hof. Ihnen folgten weitere, die 1720 bei Freiherr von Hacke einen Erbbestandsbrief unterzeichneten. Er erlaubte ihnen, ihre Gottesdienste auf dem Hof abzuhalten und den Friedhof zu errichten. Erstmals wird dieser 1774 in einem Grenzvertrag erwähnt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war der Wilensteinerhof mehrheitlich von amischen Mennoniten bewohnt, darunter die Familien Engel, Göngerich, Imhof, Jorde und Nafziger. Johannes Imhof war von 1874 bis 1904 Bürgermeister von Trippstadt. 

Noch heute bewirtschaften Nachfahren der Mennoniten den Wilensteiner Hof und kümmern sich um die Erhaltung und Pflege dieser Ruhestätte.