Neue Heimat für mennonitische Familien aus Westpreußen
Anfang Juni 1951 bezogen die drei mennonitischen Landwirtsfamilien Friesen, Loepp und Mekelburger die hier neu errichteten Siedlungsgebäude. Das Gelände gehörte zuvor zum Offweilerhof. Beim Eigentümerwechsel 1950 waren 75 Hektar an die Landsiedlung Rheinland-Pfalz zur Ansiedlung von Heimatvertriebenen verkauft worden.
Die Familien waren Anfang 1945 von ihren Höfen im Kreis Großes Werder bei Danzig vor der vorrückenden Roten Armee nach Dänemark geflohen. Dort lebten sie dreieinhalb Jahre in Lagern. Ende 1948 kamen sie auf Einladung der pfälzisch-hessischen Mennoniten zusammen mit circa 700 Glaubensgeschwistern in die Pfalz. Sie schlossen sich der Mennonitengemeinde Zweibrücken an.
Der Neuanfang gelang mit großem Einsatz, Zusammenhalt und Gottvertrauen sowie mit Unterstützung durch pfälzische und nordamerikanische Mennoniten. Geholfen haben auch die Landsiedlung, viele Nachbarn und viele Firmen, die den Siedlern Produktionsmittel auf Kredit verkauften. Noch heute leben die Nachfahren der ersten Siedler hier.