Wolfgang driedger enthüllte a 27.1.2019 die täuferspurentafel am pfarrhaus auf dem weierhof. foto martin könig

Weierhof

Einwanderungsdorf – Schulstandort – „Historisches Gedächtnis“

Der Weierhof wird im Jahr 835 als „Wilare“ oder „Wilre“ erstmals urkundlich erwähnt. Nacheinander waren die Weierhöfer Güter im Besitz der Klöster Prüm/ Eifel und Hane/Bolanden, dann des Kurpfälzischen Fürsten in Heidelberg. Von diesem bekam der mennonitische Einwanderer Peter Crayenbühl aus der Schweiz den Weierhof 1682 in Erbpacht. 

Die neuen Bewohner versammelten sich mit Mennoniten der Nachbarhöfe zu Gottesdiensten, zeitweise in einer Stube des Adamshofes. 1770 wurde „die Lehr“ als erstes Versammlungshaus gebaut. 

Nachdem 1835 der erste angestellte Prediger seinen Dienst aufgenommen hatte, wurde 1837 die heutige Kirche erbaut. Michael Löwenberg, Lehrer, Prediger und Landwirt, richtete 1867 eine Höhere Schule in seinem Privathaus, dem „Weberhäuschen“, ein; daraus entwickelte sich das heutige Gymnasium. Der Friedhof wurde 1811 angelegt, das dortige Friedensdenkmal 2017. 

Die Mennonitische Forschungsstelle, das „historische Gedächtnis“ der Mennoniten, zog 1998 in ihr neues Haus ein.