Zweibrückischer Erbbestandshof – amischer Mennonitenhof
Der Wahlerhof entstand innerhalb der alten Dorfmarke Bickenaschbach durch den Schweizer Einwanderer Ulrich Neuschwanger. Er übernahm 1686 den Hof von dem Zweibrücker Amtsverweser Bartholomäus Wernigk in Erbpacht. Er putzte das verwilderte Wahler-Tal aus und errichtete darin ein Hofhaus. Seine Nachkommen konnten sich nur etwa 100 Jahre dort halten. 1789 erwarben die Amischen Andreas Leyenberger und Joseph Rinkenberger aus Essingen bei Landau für 12.700 Gulden den Erbbestand.
Unter ihren Nachkommen waren Oesch aus Dorst und Wagler aus Essingen sowie Stalter vom Bickenaschbacher- und vom Gersbergerhof.
Christian Stalter sen. war seit 1854 Prediger und Ältester der Amischen, welche sich zunächst auf dem Stuppacherhof, später in Zweibrücken versammelten. Andere Amische – die „Hauter“ – erbauten ein Bethaus in Ixheim. 1909 schlossen sich beide Gruppen dort zusammen. Bis heute wird der Wahlerhof von den Familien Stalter, Stalter/Meyer zur Capellen und Müller bewirtschaftet. Östlich des Wahlerhofes befindet sich seit 1903 der familieneigene Friedhof.