Hornbacher Klosterhof – amischer Mennonitenhof – bäuerlicher Familienbetrieb
Der Hof wird erstmals 1233 erwähnt, als eine Schäferei, die zum Kloster gehörte. Nach dessen Auflösung 1558 kam das Gut unter die Hoheit der Zweibrücker Herzöge. Sie sorgten für die Bewirtschaftung durch geeignete Pächter und unterstützten sie. Dennoch lagen die Ackerflächen oft jahrelang brach. Nach dem 30-jährigen Krieg putzten Schweizer reformierte Einwanderer die verwilderten Äcker aus. 1739 kam der Schweizer Mennonit Friedrich Bergtold auf den Hof. Sein Knecht, Sebastian Reidiger, trat zu den Amischen über. Er ist Stammvater vieler amischer Familien. Es folgte eine Reihe mennonitisch-amischer Pächter, darunter Christian und Jacob Dettweiler sowie Jacob Steinman. In ihrer Zeit wird der Hof baulich neu geordnet. Das ehemals stattliche Wohnhaus von 1768/69 und das Wirtschaftsgebäude von 1788 bestimmen noch heute das Erscheinungsbild. Im Jahr 1900 verkaufte der letzte Mennonit, Peter Böhr, den inzwischen in Privateigentum stehenden Hof an Franz Eschenfelder. Seine Nachkommen bewirtschaften heute den Hof.