Klostergut – Besitz der Fürsten von Nassau – zur Hälfte Mennonitenhof
Die Mennonitengemeinde Sembach entstand zwischen 1660 und 1710 als sich Schweizer Glaubensflüchtlinge auf den Höfen und Dörfern der Umgebung ansiedelten. Ihre Gottesdienste hielten sie zunächst in Privatwohnungen ab. Nach Erteilung der Baugenehmigung durch die Grafen von Wartenberg errichteten sie 1777 dieses „Lehr-und Bethaus“. Spendengelder von Glaubensgeschwistern aus Holland, aus der Oberpfalz, aus Krefeld und vom Ibersheimerhof halfen die Bausumme aufzubringen.
1832 stellte die Gemeinde als erste in der Pfalz einen hauptamtlichen studierten Theologen als Prediger an: Johannes Risser aus Friedelsheim, der bis 1868 den Dienst versah. Zur Zeit von Prediger Matthias Pohl (1900-1929) zählte die Gemeinde 500 Mitglieder, die an 48 Orten wohnten.
Einer der Wege, den Gottesdienstbesucher zurücklegten, ist als „Mennonitenpfad“ bekannt. Er führte vom Kühbörncheshof über Otterberg zur Mennonitenkirche in Sembach.
Heute findet das Gemeindeleben nebenan, im 2014 eingeweihten Gemeindezentrum, statt.