Täuferspurentafel-Enthüllung auf dem Rosenthalerhof, l. Martina Würtz-Flaetgen, r. Sibylla Hege-Bettac

Rosenthalerhof

Klostergut – Besitz der Fürsten von Nassau – zur Hälfte Mennonitenhof

1803 versteigerte der französische Staat das ehemalige Klostergut, das nach der Reformation in den Besitz der Fürsten von Nassau gelangt war. 

1810 konnten die beiden jungen, verschwägerten Mennonitenfamilien Heinrich Würtz I vom Münchhof und Jakob Möllinger von Fischbach/Kaiserslautern die Hälfte des Klostergutes von einem Vorerwerber kaufen. Zu ihrem Anteil gehörte auch die Hälfte der Klosterruine. Während Möllinger, der Uhrmachermeister war, mit seiner Ehefrau Maria, geb. Würtz, bald weiter zog, blieb Würtz sesshaft. 

Er verheiratete sich in zweiter Ehe mit der Menno- nitentochter Elisabeth Krehbiel vom Donnersberger- hof. Drei ihrer Söhne vergrößerten den Besitz um weitere Felder, Gebäude und die Mühle. Ein vierter Sohn wanderte 1852 in die USA aus. 1887 teilten sie den Besitz unter sich auf. 

Noch heute leben die Nachfahren der drei Würtz- Brüder in 5. und 6. Generation nach Heinrich I in der Exmühle, im Äbtissinnenhaus sowie auf dem Aussiedlerhof.