Ringweilerhof

Hornbacher Klosterhof – herrschaftlicher Pachthof – mennonitischer Familienbetrieb

An der Stelle eines untergegangenen Dorfes errichtete der Hornbacher Klosterzinsmeister 1569 hier ein Wirtschaftsgebäude. 1699 wurde das heute noch im Kern erhaltene Hofhaus gebaut. In dieser Zeit dürften auch erstmals mennonitische Pächter aus dem Berner Oberland auf den Hof gekommen sein. Eine Pächterstochter verheiratete sich mit dem Dienstknecht Nikolaus Stolzfuß. Weil er das amisch-mennonitische Bekenntnis angenommen hatte, wurde er des Landes verwiesen. Er ging 1766 als Witwer mit seinem Sohn in die USA, wo er Stammvater einer weit verzweigten amischen Familie ist. Um 1850 konnten Vorfahren der heutigen Mennonitenfamilie den Hof erwerben. Es waren die Familien Weber, Böhr, Dahlem und Fuchs

Peter Schowalter und Karin, geb. Jansson, bewirtschaften derzeit in der dritten Schowalter-Generation den Hof im Ackerbau, nachdem die Schweinezucht aufgegeben wurde. Daneben schufen sie sich durch die Naturheilpraxis von Karin ein neues Standbein in „Gottes wunderbarer Schöpfung“.