Friedrich Krehbiel vom Pfrimmerhof bei Enthüllung der dortigen Täuferspurentafel

Pfrimmerhof

Klosterhof – fürstliches Hofgut – Mennonitenhof

Erstmals erwähnt wird der Pfrimmerhof 1247 im Zusammenhang mit dem Kloster Rosenthal. Dem Kloster werden darin mehrere Gefälle (= Abgaben) aus dem Weiler „Primm“ vermacht. Das weitere Schicksal des Hofes hing eng mit seiner Lage nahe der uralten Hoch- und Heerstaße von Metz nach Mainz zusammen. Plünderungen, Zerstörungen, Kriegslasten und hohe Abgaben an die Nassau-Weilburgischen Herren machten es den Pächtern schwer. 1709 erhielt Jost Krehbühl, ein 1671 aus der Schweiz vertriebener Mennonit, den Erbbestand. 

Seine Nachkommen kauften 1803 den Hof und teilten ihn auf. 1818 baute Jakob Krehbiel mehrere Ökonomiegebäude sowie eine Getreidemühle. 1823 erwarb die Familie Hetsch die Mühle, baute die Pfrimmweiher sowie eine Gaststätte („Hetschmühle“). Heute ist der Pfrimmerhof größtenteils im Besitz der Familie Hetsch. 1801 entführte der Räuber Johann Martin alias Denzer eines der Krehbiel-Kinder und erpresste Lösegeld. Viele Krehbiels, auch aus den USA, haben hier ihren Ursprung. 

Zum Hof gehört ein kleiner Friedhof.