Messerschwanderhof

Der Messerschwanderhof

Klostergut – kurpfälzischer Erbbestand – Mennonitenhof

Als Niclaus und Christel Rubel, Söhne einer aus der Schweiz geflüchteten Täuferfamilie, um 1695 den Messerschwanderhof pachteten, war dessen überlieferte Geschichte bereits 500 Jahre alt. 

Der Hof hatte zum Kloster Otterberg gehört und kam dann in kurpfälzischen Besitz. Die erste Zeit war schwer. Es war Krieg. Keiner der Vorgänger hatte sich lange auf dem Hof halten können. Erst 1724 konnte das untere, 1748 das obere Hofhaus errichtet werden. Neben der Landwirtschaft wurde eine einträgliche Ziegel-, Kalk- und Schnapsbrennerei betrieben. 

Später ersteigerten die Rubel den Hof beim französischen Staat. Der untere Hof geriet jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Er wurde 1816 an die Mennoniten Friedrich Krebill und seine Ehefrau Anna, geb. Risser, weiterverkauft. Sie blieben jedoch nur bis 1831 und wanderten dann in die USA aus. Der Hof wechselte ein weiteres Mal den Eigentümer. Den oberen Hof bewirtschaftete bis 1995 ein Rubel-Nachfahre, bis auch dieser Hof nach 300 Jahren in andere Hände überging. 

Die Geschichte des Messerschwanderhofs