Haus der Fam. Schmitt, ehemals amischer Pprediger Maurer

Täufer in Mehlingen

Johannes Maurer – Bürgermeister – Prediger

 Johannes Maurer war von 1830 bis 1845 Bürgermeister von Mehlingen. Er sorgte für einige Innovationen: Die Kultivierung von Ödungen, den Bau von Backöfen an Schulhäusern, die Einrichtung von Baumschulen und die Fleischbeschau. Gleichzeitig setzte er sich dafür ein, dass die Gemeindekasse das Schulgeld der Armen bezahlte und das Faselvieh (Zuchtvieh) regelmäßig vom Tierarzt untersucht wurde. 

Maurer war auch Prediger der amischen Gemeinde bei Kaiserslautern. Deren Gottesdienste fanden zunächst unter anderem in Mehlingen, später in einem Lokal auf der Eselsfürth statt. 

Außer den Amischen gab es in Mehlingen auf mehreren Höfen Mennoniten, die der Mennoniten-gemeinde Sembach angehörten. Beide Glaubensgemeinschaften haben die gleichen historischen Wurzeln in der Schweiz. Später entwickelten sich aber ihre Glaubensauffassungen auseinander. Aus der Schweiz brachten die Täufer manche Neuerung mit, so den Anbau von Klee, die Einführung der Stallfütterung und die Bodendüngung.